Die Gemeinde St. Gallenkirch besteht aus den Orten St. Gallenkirch („Zagallakilka“), Gortipohl und Gargellen sowie dem Ortsteil Galgenul. Junger Bürgermeister der Gemeinde ist Josef Lechthaler. Sie hat ca. 2200 Einwohner und ist (nach Gaschurn) mit ca. 128 km² die flächenmäßig zweitgrößte Gemeinde des Montafon und Vorarlbergs.

Dabei zählt knapp die Hälfte der Fläche zum hochalpinen Gebiet. Besonders sehenswert sind die (ohne Fahrgenehmigung) nur zu Fuß erreichbaren Maisäßgebiete Montiel und Netza, die aufgrund ihrer Ursprünglichkeit noch heute einen tiefen Einblick in das Leben der früheren Montafoner erlauben.

Unmittelbar an der (ersten) Abzweigung von der Landesstraße nach Gargellen befindet sich eine gedeckte Holzbrücke. Sie ist eine der letzten noch wirklich alten Brücken im Montafon, viele Brücken wurden 1910 bei den Hochwassern zerstört, aber auch 2005 hat es viele Brücken bei den Hochwassern in Mitleidenschaft gezogen. Das Montafonerhüsli liegt gegenüber der Brücke und war bereits zu früheren Zeiten eine Raststation auf dem Weg in die Innerfratte an der Abzweigung nach Galgenul.

Blick auf St. Gallenkirch. (Fotos: Manfred Schlatter)

Blick auf Gargellen.

Gargellen liegt 5 km den Suggadinbach durch das Gargellental hinauf von St. Gallenkirch entfernt und ist der höchstgelegene Ort im Montafon. Gargellen ist ein ehemaliger Maisäß und hat nur rund 200 Einwohner. Es präsentiert sich vor allem im Winter als sehr schneesichere Destination und ist darum sehr touristisch geprägt, was sich leider zum Teil auch in einer Architektur niederschlägt, die sich von Baustil und Kubatur nicht in die ursprüngliche Kulturlandschaft einfügt.

Bei extremen Schneeverhältnissen kann es sein, dass die Zufahrt nach Gargellen für den Verkehr stundenweise oder über Nacht wegen Lawinengefahr gesperrt werden muss. Häufig werden dann die Schneerechen in den Bergen durch Sprengungen mit Hilfe von Hubschraubern wieder gesäubert, so dass die Lawinenkommission die Straße wieder freigeben kann.

Kirche St. Gallenkirch.