Eine lange Tradition ist das Feiern von Sonnwend, dem längsten Tag des Jahres. Die Feier wird immer an einem Wochenende nahe dem 20.6. angesetzt. Zahlreiche Sonnwend-Feiern und unzählige Freiwillige verwandeln die Berge um das Montafon (Rätikon/Verwall/Silvretta) in ein Lichtermeer. Dazu werden Brennholz, spezielle Wachskerzen und weitere Materialien auf die Gipfel und Höhenzüge getragen, um damit bei Einbruch der Dunkelheit ganze Bergketten in „Flammen“ setzen zu können.

Bei Einbruch der Dunkelheit werden die Sonnwendfeuer entzündet und erleuchten die Gipfel und Höhenrücken. Hinter diesem außergewöhnlichen Spektakel steckt jede Menge Arbeit: Alle Brennmaterialien und Geräte von Holz bis hin zu Fackeln müssen mühevoll auf die Gipfel getragen werden. Viele privat organisierte Initiativen und Vereine sorgen damit jedes Jahr für ein atemberaubendes Schauspiel. Zahlreiche Ehrenamtliche wie Walter Zudrell – in der Region besser bekannt als „Felsa Walter“ – sind dabei im Einsatz. Im Jahr 1975 hat der gebürtige Silbertaler es sich zur Aufgabe gemacht, die Tradition der Sonnwendfeiern wieder zu beleben, was ihm aus heutiger Sicht super gelungen ist.

Das absolut einmalige Schauspiel sollte man sich als Montafon-Fan nicht entgehen lassen, es ist bei schönem Wetter auf jeden Fall einer der Höhepunkte des Montafoner Kalenderjahres. Es lässt sich am besten von einer höher gelegenen Stelle mit Blick auf möglichst viele der Berge des Montafon genießen.

Besonderer Tipp ist dabei Gargellen. Im Bergrestaurant Schafberghüsli wird ein von einer Live-Band umrahmtes Sonnwendbuffet geboten. Infos unter www.bergbahnen-gargellen.at. Aber auch im Kapellrestaurant am Hochjoch lassen DJ und Loungemusik das Sonnwendspektakel zu einem ganz besonderen Erlebnis werden. Im Panoramagasthof Kristberg spielt ebenfalls Livemusik, dazu gibt es das gewohnt feine Essen und den einmaligem Panoramablick auf die Feuer der Berge des Rätikon- und Verwall.

Allerdings muss immer das Wetter mitspielen. Aufgrund von Nebel, Regen oder Gewitter musste schon die eine oder andere Sonnenwendfeier abgesagt werden, denn erstens ist das Besteigen der Berge dann zu gefährlich, zweitens sieht man die Feuer bei Schlechtwetter ohnehin nicht.