Ein altes Montafoner Leibgericht ist die fast in Vergessenheit geratene „Mehlsoppa“, eine Brennsuppe mit Einlage.

Ob morgens, mittags, abends, die Mehlsoppa stand beinahe täglich auf dem Speiseplan. Eine Kost, die mit wenigen Zutaten und somit günstig hergestellt werden konnte und zudem eine sättigende Nahrung darstellte. Vor allem, wenn man diese noch mit Bratkartoffeln (Brotärdöpfl) und Sura Kees anreicherte. Ebenso galt die verdünnte „Mehlsoppa“ mit einem spritzer Rotwein in eine Flasche gefüllt als Energydrink bei schweren landwirtschaftlichen Arbeiten auf dem Feld. Nun aber, wie wird denn so eine „Mehlsoppa“ zubereitet?

In einem größeren Topf schwitzt man ca. 40 g Mehl in 40 g Butter braun an und löscht dies mit einem Schuss Rotwein (oder Wasser) ab, rührt dies glatt, gießt weiter mit Wasser auf und würzt mit Salz. Manchmal lassen sich nicht alle Mehlklößchen glatt rühren, was ich beispielsweise an der Mehlsoppa sehr bevorzuge.

Während die Suppe noch ein bisschen kocht, brät man die gekochten und geriebenen Kartoffeln goldbraun und schön knusprig in Butterschmalz, salzt, stürzt sie auf einen Teller und serviert diese mit Schnitten vom Sura Kees und der Suppe. Das besondere Highlight in dieser ­Suppe sind die Brotärdöpfl in der Suppe. Ich persönlich bevorzuge zuerst die Suppe in den Teller zu schöpfen, dann 2 Eßlöffel goldbraune Bratkartoffeln in die Suppe legen und mit Sura Kees-Würfeln und frischer Petersilie bestreuen!

Ein auch noch in der heutigen Zeit schnell zubereitetes Gericht mit Geschmack. Viel Spaß beim Nachkochen und lasst es Euch schmecken!